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Heilpflanzen der Jahreszeit
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Wenn die Sonne ins Tierkreiszeichen des Krebses eintritt beginnt der Sommer. Der 21. Juni wird meistens als der längste Tag im Jahr bezeichnet, was genau genommen nicht stimmt. Ungefähr vom 19.-23. Juni dauert der Tag 15 Std. und 57 Min. Der früheste Sonnenaufgang findet schon vor dem 19. Juni statt, der späteste Sonnenuntergang nach dem 23. Juni. So ergibt sich eine Sonnwendzeit von ca.12 Tagen. Diese Sonnwendzeit wurde von den Naturvölkern unserer Breitengrade als heiligste Zeit im Jahr, ekstatisch gefeiert. Später, durch die Christianisierung wurde aus der Sonnwendzeit, die Zeit des Johannes des Täufers. Aus kalendarischen und astronomischen Gründen viel dieser Stichtag, der Johannistag auf den 24. Juni. Natursensible Menschen spüren die enorme Kraft der Sonnwendzeit. Es ist eine gute Zeit, um die Natur meditativ zu erforschen. Die Natur feiert Hoch-Zeit und bietet uns im Jahreslauf die grösste Auswahl an Heilpflanzen. Unmöglich alle Pflanzen aufzuzählen, die jetzt gesammelt werden können. So beschränke ich mich auf die wichtigsten Sonnwendpflanzen, die in unseren Breitengraden, den Mittsommer und dessen Feste begleiten.

Das Johanniskraut ist unter den Sonnwendpflanzen wohl das Wichtigste. Wegen seinen antidepressiven Eigenschaften ist es wissenschaftlich bestens erforscht, doch steckt mehr darin. Es speichert die Sonnenkraft in seinen Blüten. Diese Sonnenkraft hilft bei vielen Leiden. Gerade heute, wo uns die Zeit fehlt und uns der Beruf kaum Möglichkeiten bietet, täglich Sonnenkraft zu tanken, brauchen wir so eine Pflanze. Traditionell handelt es sich beim Johanniskraut um eine Pflanze, die der Leber hilft, auch das ist wissenschaftlich gestützt. Dort befindet sich nach alter Anschauungsweise der Sitz der Lebenskraft. Daraufhin deutet auch der Name Leber (Leben), der in sehr vielen Sprachen gleich verwendet wird. Durch die verschiedensten Stoffwechselfunktionen (u.a. Verdauung und Entgiftung) der Leber, die dem Leben an und für sich zu Grunde liegen, ist es auch heute nicht weit hergeholt, wenn deren Funktion mit dem Leben schlechthin in Verbindung gebracht wird.

Des Weiteren begleiten Beifuss, Eisenkraut, Holunder, Gundermann, Kamille, Ringelblume, Schafgarbe, Klette, Kümmel, Königskerze, Tormentill und viele mehr, diese Zeit der Natur-Kraft. Diese Pflanzen galten bei allen Naturvölkern, die sie kannten, als Pflanzen höchster Heilkraft. Leider werden diese Pflanzen heute nur noch selten in der Heilkunde verwendet. Das ist aber sicher nicht mangels Heilkraft erklärbar, sondern eher dadurch, dass sich diese Pflanzen sehr schwer in das heutige, von der Wissenschaft geprägte und von der Pharmaindustrie finanzierte Denkmodell eingliedern lassen. Meiner persönlichen Meinung nach liegt dem Leben viel mehr zu Grunde was wissenschaftlich erforschbar ist. Der Erfolg mit der Anwendung von traditionellen Heilpflanzen, nach traditionellem Denkmodell, gibt mir recht.